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Verband tiergärtnerischer Einrichtungen in Deutschland

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Die Deutsche Tierpark-Gesellschaft (DTG) vereint derzeit 88 tiergärtnerische Einrichtungen unterschiedlicher Rechtsformen und Trägerschaften sowie Förder- und Ehrenmitglieder aus beinahe allen deutschen Bundesländern. Sie ist aus einem zunächst losen Treffen überwiegend privater Tiergärtner hervorgegangen. 1976 fand die offizielle Gründungsversammlung in Delbrück statt. Seit dieser Zeit konnte die DTG einen erheblichen Zuwachs an Mitgliedern verzeichnen. Heute ist sie ein eingetragener Verein. Der Vereinssitz und die Geschäftsstelle befinden sich in Bernburg. Die DTG ist Mitglied des Weltzooverbandes (WAZA) und steht in ständigem Austausch mit dem Verband Deutscher Zoodirektoren (VDZ) und dem Deutschen Wildgehege-Verband (DWV) sowie weiteren tiergärtnerischen Fachverbänden. Jährlich werden an wechselnden Orten eine Jahreshauptversammlung und ein Seminar veranstaltet.

 

Tierpark, Tiergarten oder Zoo?

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Geschrieben von: Andreas Filz

Was ist der Unterschied zwischen Tiergarten, Tierpark, Wildpark oder Zoo? Diese Frage wird oft gestellt. Allerdings gibt es keine kurze, einfache Antwort.


Schild ZOO aus Baumstämmen in GeraFrüher verstand man die Bezeichnung Tiergarten als eine Art Oberbegriff für öffentliche Schautierhaltungen. So wird beispielsweise jene Wissenschaft, die sich interdisziplinär mit sämtlichen Phänomen beschäftigt, die in Tiergärten, Tierparks, Zoologischen Gärten und dergleichen von biologischer Bedeutung sind, bis heute als Tiergartenbiologie bezeichnet. Vom Gesetzgeber jedoch wird spätestens seit Erlass der EU-Zoorichtlinie im Jahre 1999 der Terminus Zoo als Sammelbegriff für alle dauerhaften Einrichtungen verwendet, die während eines Zeitraums von mindestens sieben Tagen im Jahr eine signifikante Anzahl lebender Wildtiere zur Schau stellen. Verband man vorher mit dem Begriff des Zoos vor allem solche Tiergärten mit besonders umfangreichem Tierbestand, so hat sich seit Anwendung der EU-Zoorichtlinie auch eine nennenswerte Anzahl kleinerer Parks zum Zoo umbenannt. Zwar bezeichnet sich noch immer die Mehrzahl kleinerer tiergärtnerischer Einrichtungen als Tierpark oder Tiergarten, doch gerade die flächengrößten Zoologischen Gärten Deutschlands führen Eigennamen wie Tierpark Berlin oder Tiergarten Nürnberg.

Etwas klarer ist die Abgrenzung zum Begriff des Wildparks. Ein Wildpark hält überwiegend, wenn nicht sogar ausschließlich, einheimische Wildtiere sowie gegebenenfalls eine Reihe von Haustierrassen - und dies zumeist in besonders großflächigen Gehegen. Nichtsdestotrotz sind verschiedene Wildparks Mitglied in der Deutschen Tierpark-Gesellschaft und viele von ihnen zugleich Zoos im Sinne der EU-Zoorichtlinie. Auch Vogelparks, Reptilienzoos sowie Aquarien- und Schmetterlingshäuser sind Zoos im Sinne des Gesetzes. Bei diesen Parks steht die Spezialisierung auf eine bestimmte Tiergruppe im Vordergrund. Safariparks hingegen sind spezialisierte Zoos, bei denen bestimmte Gehege mit Straßenfahrzeugen durchquert werden.

Einige wenige tiergärtnerische Einrichtungen haben ganz besondere Wortschöpfungen als Eigennamen hervorgebracht, wie beispielsweise Aquazoo, Naturzoo, Zoopark, Erlebniszoo, Zoo der Minis, Zoom-Erlebniswelt oder Wildnispark. Übrigens, die international weithin verständliche Bezeichnung Zoo soll zuerst als Abkürzung für den altehrwürdigen Londoner Zoologischen Garten geprägt worden sein.