Artenschutz2018-04-24T17:16:13+02:00

Artenschutz ist der DTG wichtig

Natur- und Artenschutz bilden eine Hauptaufgabe tiergärtnerischer Einrichtungen. Weil Artenschutz selten kurzfristig zum Erfolg führt, strebt die DTG eine langfristige Projektunterstützung an. Gemeinschaftlich beteiligen sich ausgewählte DTG-Mitglieder an folgenden Projekten:

Der Gecko ist Zootier des Jahres 2024

Zu Pulver zermahlen, als Tee aufgebrüht oder in Alkohol eingelegt – so endet manch Gecko und wird damit Opfer eines Gerüchtes welches den Tieren besondere Heilkräfte zuschreibt. Dafür gibt es keine wissenschaftlichen Beweise, doch die Nachfrage nach diesen vermeintlichen Medikamenten steigt ins Unermessliche. Besonders Tokehs werden zu Wunderheilmitteln verarbeitet, was ihre Bestände gefährdet. Manche Arten, wie der Goldgecko, gelten als Delikatesse und werden für den menschlichen Verzehr gejagt. […]

Der Ara ist Zootier des Jahres 2023

Der Ara ist Zootier des Jahres 2023 - Bunte Schönheiten bedroht durch Wohnungsnot! Heute wurde im Zoo Wuppertal das Zootier des Jahres 2023, der Ara, vorgestellt. "Jeder kennt den Ara und hat sofort ein Bild von den bunten, intelligenten Vögeln. Umso erschreckender ist es, zu wissen, dass einige von ihnen kurz vor der Ausrottung stehen.“, erklärt Dr. Nils Kramer, Ideengeber der Aktion und Vizepräsident der Deutschen Tierparkgesellschaft. „Wir dürfen nicht müde werden, uns für bedrohte Arten einzusetzen. In Zoologischen Gärten können wir die Tiere kennenlernen und gemeinsame Wege gehen, um sie weltweit zu schützen.“ In Aralandia, der Ara-Voliere des Zoos, konnte unter anderem der Schirmherr der Kampagne, Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr in Nordrhein-Westfalen, die gefährdeten Hyazinth-Aras im Flug bewundern. Die Heimat der großen, farbenprächtigen Papageien liegt in den Regenwäldern Mittel- und Südamerikas. Aktuell kämpfen mehrere Arten dieser charismatischen Vögel um ihr Überleben. Daher wird sich die Kampagne, die [...]

Das Pustelschwein ist das Zootier des Jahres 2022

Zootier des Jahres 2022: Das Pustelschwein Viele asiatische Schweinearten sind durch den Verlust des Lebensraumes bedroht, welcher durch illegalen Holzeinschlag bzw. kommerziellen Kahlschlag, Ausbreitung der Landwirtschaft sowie Brandrodungen verursacht wird. Ihre Bestände sind daher in zahlreiche stark fragmentierte Populationen zersplittert. Die Hybridisierung mit entlaufenen Hausschweinen bzw. Wildschweinen (Sus scrofa) stellt ein weiteres Problem dar. Da die Tiere häufig Ernteschäden verursachen, werden sie zudem sehr stark bejagt und dienen in einigen Regionen immer noch als bevorzugte Nahrungsquelle. Mit der Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) sind insbesondere kleine Inselpopulationen asiatischer Schweinearten, wie Bawean-Pustelschweine (Sus blouchi), Java-Pustelschweine (Sus verrucosus) oder Visayas-Pustelschweine (Sus cebifrons) gefährdeter denn je. Die Auswirkungen von ASP auf den Artenschutz im asiatisch-pazifischen Raum könnten aufgrund der potenziell hohen Sterblichkeitsrate bei einheimischen Wildschweinen verheerend sein. Die International Union for Conservation of Nature’s Species Survival Commission (IUCN SSC) äußert sich daher zunehmend besorgt, dass ASP-Ausbrüche die elf asiatischen Wildschweinarten an den Rand der [...]

Der Beo ist das Zootier des Jahres 2020

Der Beo ist das Zootier des Jahres 2020 Wenn einem Star sein Talent zum Verhängnis wird Es ist ihre Stimme, die den Vögeln das normale Leben schwer macht: Weil Beos sogar besser sprechen und imitieren können als so mancher Papagei, sind die Tiere besonders im asiatischen Raum vielgehandelte Objekte. Meist fristen sie ihr Dasein nach dem Wegfangen aus den heimischen Wäldern als Haustiere alleine in kleinen Käfigen. Hinzu kommt, dass Beos in manchen Ländern als Delikatesse gelten. Somit sind die Bestände in den vergangenen Jahren deutlich eingebrochen; einige Arten stehen heute kurz vor der Ausrottung. Um auf diese Gefahr aufmerksam zu machen, hat die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) den Beo zum „Zootier des Jahres 2020“ ernannt. „Beos verschwinden sowohl in ihrem asiatischen Lebensraum, als auch in Europäischen Zoos still und leise. Mit der Ernennung zum „Zootier des Jahres 2020“ möchten wir zusammen mit der Unterstützung unserer Kampagnenpartner und der [...]

Die Scharnierschildkröte ist Zootier des Jahres 2018

Kaum noch in freier Wildbahn Die Scharnierschildkröte ist das Zootier des Jahres 2018 Gefahr im Verzug: Um auf die Bedrohung der Populationen in freier Wildbahn durch den Menschen aufmerksam zu machen, ist die Scharnierschildkröte zum „Zootier des Jahres“ gewählt worden. „Der internationale Wildtierhandel, die Nutzung als Nahrungsmittel oder vermeintliche Medizin und die Reduzierung ihres Lebensraumes machen diese Schildkröten zu einer der am stärksten bedrohten Wirbeltiergruppen überhaupt“, sagt Dr. Jens-Ove Heckel von der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP), die das „Zootier des Jahres“ seit 2016 bekannt gibt. „Einige der asiatischen Arten sind durch die laufende Entnahme in freier Wildbahn bereits ausgerottet oder kaum noch vorhanden. Und je seltener die Tiere werden, desto höhere Preise werden für die verbleibenden Exemplare gezahlt – eine unheilvolle Entwicklung.“ Mit der Wahl der Scharnierschildkröte soll erreicht werden, dass die insgesamt dreizehn Arten eine gute Chance aufs Überleben haben. Konkret werden die am Projekt Beteiligten, zu denen [...]

Stiftung Artenschutz und DTG sind Kooperationspartner

Stiftung Artenschutz und DTG sind Kooperationspartner Seit dem 22. April 2010 ist die Deutsche Tierpark-Gesellschaft offizieller Kooperationspartner der Stiftung Artenschutz mit Sitz in Münster. DTG und Stiftung Artenschutz vereinbarten die gegenseitige Unterstützung bei der Koordinierung und Finanzierung von Schutzprojekten sowie in der Öffentlichkeitsarbeit. Gleichzeitig unterhalten mehrere DTG-Mitglieder direkte Partnerschaften mit der Stiftung Artenschutz. Es sind dies: Zoo Aschersleben, Tiergarten Bernburg, Tierpark Bochum, Arche Noah Zoo Braunschweig, Vogelpark Marlow, Allwetterzoo Münster, Tierpark Nordhorn, Tierpark Weißwasser sowie Tierpark Zittau.

Rettungsnetz für die Wildkatze – Öffentlichkeitsarbeit für ein ehrgeiziges BUND-Projekt

Rettungsnetz für die Wildkatze - Öffentlichkeitsarbeit für ein ehrgeiziges BUND-Projekt Schautafeln des BUND informieren an den Wildkatzengehegen der kooperierenden Tierparks über das größte Naturschutzprojekt Europas. Über 20.000 Kilometer soll ein Netzwerk aus Wäldern und Verbindungskorridoren hergestellt werden, das den Austausch zwischen derzeit noch isolierten Vorkommen von Wildtieren ermöglicht. Die Wildkatze (Felis silvestris) steht hierfür als stellvertretende Flaggschiff-Art. Die Kommunikationskampagne richtet sich gleichermaßen an Politik und Behörden, die breite Bevölkerung und insbesondere jenen Menschen, die in der Nähe geplanter Korridore leben. Mehr zum Thema → Rettungsnetz Wildkatze

Pro Steinkauz – Wiederansiedlungsprogramm Nördliches Harzvorland

Pro Steinkauz - Wiederansiedlungsprogramm Nördliches Harzvorland Der Steinkauz (Athene noctua) ist hierzulande in besonderer Weise auf den Menschen angewiesen. Denn ausreichend Nahrung kann er nur in offenem Gelände mit kurzem Bewuchs finden. Außerdem braucht er Bruthöhlen, wie sie in langjährig genutzten Kopfweiden entstehen. So kommt es, dass durch Veränderungen in der Landnutzung der Steinkauz in Mitteldeutschland äußerst selten geworden ist und nur noch in wenigen, weit voneinander getrennten Gebieten vorkommt. Früher war der Steinkauz im nördlichen Harzvorland eine häufige Tierart. Doch das hat sich grundlegend geändert. Seit 1984 konnten keine Brutaktivitäten mehr verzeichnet werden. Für Eckhard Kartheuser vom Tierpark Hexentanzplatz Thale Grund genug, ein Wiederansiedlungsprojekt ins Leben zu rufen. 1999 begannen die ersten Auswilderungen. Fünfzehn Mitgliedsparks der DTG geben ihre Steinkauz-Nachzuchten regelmäßig in dieses Projekt. Finanzielle Unterstützung, die vor allem für geeignete Spezial-Brutröhren benötigt wird, gewährt die DTG bereits seit 2002. Mehr zum Thema → Pro Steinkauz  

Euro-Nerz – Erhaltungszucht und Wiederansiedlung im Saarland

Euro-Nerz - Erhaltungszucht und Wiederansiedlung im Saarland Nerz In der globalen Roten Liste wird der Nerz (Mustela lutreola) als stark gefährdet eingestuft. In Mitteleuropa wurde er bereits zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts ausgerottet. 1925 wurde der letzte mitteleuropäische Nerz im Allertal gesichtet. Doch der Verlust der Art ist bisher kaum ins öffentliche Bewusstsein vorgedrungen. Aufgrund seiner einzelgängerischen Lebensweise ist die Erhaltungszucht des Nerzes keine einfache Angelegenheit. EuroNerz e.V. - Verein zur Erhaltung des Europäischen Nerzes betreibt eine Zuchstation, in der die schwierige Verpaarung der Tiere vorgenommen wird. Danach werden die trächtigen Muttertiere zur Aufzucht ihrer Jungen in kooperierenden Tierparks eingestellt. Somit gelingt nicht nur ein wertvoller Beitrag zur Vermehrung des Nerzes, sondern auch eine Sensibilisierung der Tierparkbesucher für den Schutz des Nerzes. Die DTG unterstützt EuroNerz e.V. seit 2006 mit einem jährlichen Beitrag. Die kooperierenden Tierparks sind zumeist Mitglieder des Vereins.

Amphibienprogramm – Zooverbände und Privathalter handeln gemeinsam

Achtung Krötenwanderung Amphibienprogramm - Zooverbände und Privathalter handeln gemeinsam Angesichts des unvorstellbaren Artensterbens, das aktuell die Amphibien bedroht, haben die deutschen Zooverbände gemeinsam mit Privathaltern der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) ein gemeinsames Amphibienprogramm ins Leben gerufen. Aufgaben des Programms sind, über die Amphibienkrise zu informieren, Amphibienlebensräume zu schützen, koordinierte Erhaltungszuchten für Amphibien aufzubauen und Amphibienforschung zu unterstützen.