Herzlich willkommen bei der DTG

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Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 01. Mai 2010 um 21:21 Uhr

Die Deutsche Tierpark-Gesellschaft (DTG) vereint derzeit 91 tiergärtnerische Einrichtungen unterschiedlicher Rechtsformen und Trägerschaften sowie Förder- und Ehrenmitglieder aus beinahe allen deutschen Bundesländern. Sie ist aus einem zunächst losen Treffen überwiegend privater Tiergärtner hervorgegangen. 1976 fand die offizielle Gründungsversammlung in Delbrück statt. Seit dieser Zeit konnte die DTG einen erheblichen Zuwachs an Mitgliedern verzeichnen. Heute ist sie ein eingetragener Verein. Der Vereinssitz und die Geschäftsstelle befinden sich in Bernburg. Die DTG ist Mitglied des Weltzooverbandes (WAZA) und steht in ständigem Austausch mit dem Verband Deutscher Zoodirektoren (VDZ) und dem Deutschen Wildgehege-Verband (DWV) sowie weiteren tiergärtnerischen Fachverbänden. Jährlich werden an wechselnden Orten eine Jahreshauptversammlung und ein Seminar veranstaltet.

 

DTG-Seminar 2010 in Nordhorn

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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 09. Juli 2010 um 15:23 Uhr

Das diesjährige Seminar der Deutschen Tierpark-Gesellschaft findet vom 22. bis 24. September im Tierpark Nordhorn statt. Themen des Vortragsprogramms sind " Zukunft und Chancen kleinerer Zoos" sowie "Lernspiele zum Selberbauen". Begleitende Exkursionen führen in den Naturzoo Rheine sowie den niederländischen Affenpark Apenheul.


 

Tierpark, Tiergarten oder Zoo?

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Geschrieben von: Andreas Filz

Was ist der Unterschied zwischen Tiergarten, Tierpark, Wildpark oder Zoo? Diese Frage wird oft gestellt. Allerdings gibt es keine kurze, einfache Antwort.


Schild ZOO aus Baumstämmen in GeraFrüher verstand man die Bezeichnung Tiergarten als eine Art Oberbegriff für öffentliche Schautierhaltungen. So wird beispielsweise jene Wissenschaft, die sich interdisziplinär mit sämtlichen Phänomen beschäftigt, die in Tiergärten, Tierparks, Zoologischen Gärten und dergleichen von biologischer Bedeutung sind, bis heute als Tiergartenbiologie bezeichnet. Vom Gesetzgeber jedoch wird spätestens seit Erlass der EU-Zoorichtlinie im Jahre 1999 der Terminus Zoo als Sammelbegriff für alle dauerhaften Einrichtungen verwendet, die während eines Zeitraums von mindestens sieben Tagen im Jahr eine signifikante Anzahl lebender Wildtiere zur Schau stellen. Verband man vorher mit dem Begriff des Zoos vor allem solche Tiergärten mit besonders umfangreichem Tierbestand, so hat sich seit Anwendung der EU-Zoorichtlinie auch eine nennenswerte Anzahl kleinerer Parks zum Zoo umbenannt. Zwar bezeichnet sich noch immer die Mehrzahl kleinerer tiergärtnerischer Einrichtungen als Tierpark oder Tiergarten, doch gerade die flächengrößten Zoologischen Gärten Deutschlands führen Eigennamen wie Tierpark Berlin oder Tiergarten Nürnberg.

Etwas klarer ist die Abgrenzung zum Begriff des Wildparks. Ein Wildpark hält überwiegend, wenn nicht sogar ausschließlich, einheimische Wildtiere sowie gegebenenfalls eine Reihe von Haustierrassen - und dies zumeist in besonders großflächigen Gehegen. Nichtsdestotrotz sind verschiedene Wildparks Mitglied in der Deutschen Tierpark-Gesellschaft und viele von ihnen zugleich Zoos im Sinne der EU-Zoorichtlinie. Auch Vogelparks, Reptilienzoos sowie Aquarien- und Schmetterlingshäuser sind Zoos im Sinne des Gesetzes. Bei diesen Parks steht die Spezialisierung auf eine bestimmte Tiergruppe im Vordergrund. Safariparks hingegen sind spezialisierte Zoos, bei denen bestimmte Gehege mit Straßenfahrzeugen durchquert werden.

Einige wenige tiergärtnerische Einrichtungen haben ganz besondere Wortschöpfungen als Eigennamen hervorgebracht, wie beispielsweise Aquazoo, Naturzoo, Zoopark, Erlebniszoo, Zoo der Minis, Zoom-Erlebniswelt oder Wildnispark. Übrigens, die international weithin verständliche Bezeichnung Zoo soll zuerst als Abkürzung für den altehrwürdigen Londoner Zoologischen Garten geprägt worden sein.



   

Tierpark Zittau von Neiße-Hochwasser überflutet

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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 13. August 2010 um 22:26 Uhr

Das Hochwasser der Neiße hat nach mehreren Dammbrüchen am Sonnabend (7. August 2010) gegen 19 Uhr den in der Weinau gelegenen Tierpark Zittau fast vollständig überflutet. Bereits nach zehn Minuten stand das Wasser einen Meter hoch, nach einer halben Stunde sogar bis zu zweieinhalb Meter. Auch unter Aufbietung aller Kräfte konnte das Tierparkteam nicht alle der 360 Tiere retten. An Verlusten sind zehn Lamas, ein Pferd, ein Gürteltier, ein Ara sowie einige weitere Tiere zu beklagen. Viele von ihnen waren stadtbekannte Tierpersönlichkeiten. Strömung und einsetzende Dunkelheit erschwerten die dramatischen Rettungsaktionen.


Das Tierparkgelände wurde unglaublich schnell überflutet. Als der Pegel endlich sank, blieben großflächige Senken gefüllt.


„Viele Tiere waren in Panik, auch durch die umgestürzten Bäume“, beschreibt Tierparkdirektor Bernd Großer die kritische Situation. So konnte Trampeltier "Mustafa" erst nach 14 Stunden dazu bewegt werden, denjenigen Platz zu verlassen, an dem es von der Flut überrascht wurde. Ebenso schwierig gestaltete sich die Rettung eines Pferdes, das bereits bis zum Hals im Wasser stand und nicht von der Seite seines toten Artgenossens weichen wollte.


Ein Trampeltier wird aus den Fluten gerettet

Evakuierung eines Trampeltiers durch die Tierparkmitarbeiter. Foto: Matthias Weber, Großhennersdorf


Fortbewegung auf Tierparkwegen mit dem Boot. Foto: Thomas Knorr, Zittau


Die Schäden an Gebäuden und Gehegen sind enorm und lassen sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht beziffern. Vom Ernst der Lage überzeugte sich vor Ort im Tierpark auch Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich. Bis zu 1,5 Meter hoch stand das Wasser am Montag noch in den niedriger gelegenen Geländeteilen. Seit Dienstag pumpt das THW pausenlos Wasser aus der Weinau ab.


 

In den Wassermassen gingen die Gehege, Parkmobiliar, Spielplätze, eine Jurte sowie die vielen, liebevoll errichteten Lehmbauten unter. Auch der Bereich des Wirtschaftshof stand komplett unter Wasser. Hier entstand großer Schaden an der technischen Ausstattung.

Die verbliebenen Tiere befinden sich inzwischen in Sicherheit. Soforthilfe bei der Versorgung mit Futter sowie der Unterbringung von Tieren leistete der Tierpark Görlitz. Auch Privatleute nahmen zahlreiche Tiere auf.


Die Deutsche Tierpark-Gesellschaft hat eine Hilfsaktion ins Leben gerufen. Bitte unterstützen Sie diese nach Kräften mit Überweisungen auf folgendes Spendenkonto:


Deutsche Tierpark-Gesellschaft

Kontonummer: 10 41 77 001

Bankleitzahl: 800 636 48

Volks- und Raiffeisenbank Saale-Unstrut eG

(BIC GEN0DEF1NMB, IBAN DE58800636480104177001)


Aus naheliegenden Gründen muss der Tierpark bis auf weiteres geschlossen bleiben.


> Nachrichtenbeitrag von Oberlausitz TV mit aktuellen Bildern aus dem Tierpark Zittau und einem Interview mit Tierparkdirektor Bernd Großer


Weitere Bilder ...




> English version

„Viele Tiere waren in Panik, auch durch die umgestürzten Bäume“, beschreibt Tierparkdirektor Bernd Großer die kritische Situation. So konnte Trampeltier "Mustafa" erst nach 14 Stunden dazu bewegt werden, denjenigen Platz zu verlassen, an dem es von der Flut überrascht wurde. Ebenso schwierig gestaltete sich die Rettung eines Pferdes, das bereits bis zum Hals im Wasser stand und nicht von der Seite seines toten Artgenossens weichen wollte.