Mitarbeit in einem Zoo/Tierpark/Wildpark/Aquarium ist ein Traumberuf!
Hier findet ihr Informationen zu unterschiedlichen Ausbildungsberufen, die in einer zoologischen Einrichtung oftmals möglich sind. Wir weisen aber an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, dass nicht jede Einrichtung in allen Bereichen Ausbildungsplätze anbietet. Natürlich kann es auch noch viele andere Ausbildungsberufe im jeweiligen Zoo/Tierpark/Wildpark/Aquarium geben. Dies ist immer direkt in der jeweiligen Einrichtung zu erfragen.
Gut zu wissen:
Viele Einrichtungen befürworten, wenn man vor der Ausbildung bereits Praktika in den entsprechenden Bereichen in einer zoologischen Einrichtung nachweisen kann. Oft sind auch freiwillige Praktika in den Ferien möglich. Bei Interesse gerne direkt im Zoo, Tierpark, Wildpark oder Aquarium deiner Wahl nachfragen.
Die Ausbildungsdauer beträgt in der Regel 3 Jahre, kann aber verkürzt werden, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.
Tierpfleger – Fachrichtung Zoo
Die dreijährige duale Ausbildung zum Tierpfleger/zur Tierpflegerin in der Fachrichtung Zoo basiert auf systematischen Lernfeldern. Das erste und zweite Ausbildungsjahr umfasst Grundfertigkeiten für alle Fachrichtungen: Betriebseinfügung, tiergerechte Unterkünfte, artgerechtes Tierhandling, bedarfsgerechte Fütterung, Körperpflege, Tiertransporte, Krankheitserkennung und Fortpflanzungsmanagement.
Das spezialisierte dritte Jahr fokussiert auf Zoo-spezifische Aufgaben: Einrichtung und Pflege von Aquarien, Terrarien, Gehegen und Volieren mit Betreuung von Fischen, Amphibien, Reptilien, Säugetieren und Vögeln. Auszubildende lernen, natürliche Lebensräume zu analysieren, artgerechte Haltungsbedingungen zu schaffen, Vergesellschaftungen zu planen und Raumklima sowie Wasserqualität zu regulieren. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Betreuung und Zucht von Wildtieren und gefährdeten Haustierrassen unter Beachtung von Artenschutzbestimmungen. Abschließend werden Fähigkeiten in Öffentlichkeitsarbeit, Kundenberatung und Tierinformation vermittelt.
Grundprinzipien sind Verantwortungsbewusstsein gegenüber Tieren, Sorgfalt, Offenheit und Einsatzbereitschaft.
[Ausbildungsrahmenplan von 2003]
Gärtner/in Fachrichtung Garten- & Landschaftsbau
Die dreijährige duale Ausbildung zum Gärtner/zur Gärtnerin in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau vermittelt systematisch aufgebaute Fachkompetenzen.
Erstes Ausbildungsjahr vermittelt berufsfeldbreite Grundlagen: Betriebskenntnisse, Arbeitsschutz, Natur- und Umweltschutz, Grundlagen gärtnerischen Arbeitens, Kenntnisse über Böden, Erden und Substrate, Pflanzen sowie Maschinen und Geräte.
Zweites und drittes Jahr fokussiert auf fachrichtungsspezifische Inhalte: Vorbereitung und Abwicklung von Baustellen, Erdarbeiten und Entwässerungsmaßnahmen, Herstellen befestigter Flächen (Pflastern, Wege, Plätze), Bau von Bauwerken in Außenanlagen, Vegetation und Vegetationstechnik wie Pflanzungen und Rasenansaaten, Pflege- und Unterhaltungsarbeiten sowie Landschaftspflegemaßnahmen.
Zentrale Fertigkeiten sind: Bodenvorbereitung und -verarbeitung, fachgerechte Pflanzungen durchführen, Entwässerungs- und Bewässerungssysteme installieren, Naturstein und Betonfertigteile verarbeiten, sowie Pflanzenschutz, Düngung und Bewässerung durchführen. Die Ausbildung betont selbständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren von Arbeiten, praktisches Handwerkswissen und ökologisches Verständnis.
Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement
Die dreijährige duale Ausbildung zum Kaufmann/zur Kauffrau für Büromanagement (ehemals Bürokaufmann/Bürokauffrau) wurde 2025 modernisiert und strukturiert sich in wahlqualifikationsübergreifende und wahlqualifikationsspezifische Inhalte.
Wahlqualifikationsübergreifende Inhalte werden während der gesamten Ausbildung vermittelt: Betriebsorganisation und Rechtsform des Betriebes, Berufsbildung, arbeitsrechtliche Vorschriften, Sicherheit und Gesundheit, Umweltschutz und Nachhaltigkeit, Informationsmanagement und -verarbeitung, Bürowirtschaftliche Abläufe, Arbeitsplatzergonomie, Beschaffung von Material und Dienstleistungen sowie Kooperation und Teamarbeit.
Wahlqualifikationen (zwei aus zehn müssen gewählt werden, je 5 Monate): Auftragssteuerung und -koordination, kaufmännische Steuerung und Kontrolle, kaufmännische Abläufe in kleinen und mittleren Unternehmen, Einkauf und Logistik, Marketing und Vertrieb, Personalwirtschaft, Assistenz und Sekretariat, Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement, Verwaltung und Recht sowie öffentliche Finanzwirtschaft.
Kernkompetenzen: Kundenbeziehungen gestalten, Aufträge bearbeiten und nachkalkulieren, Zahlungsvorgänge bearbeiten, Personalaufgaben unterstützen, Rechnungswesen und Kostenrechnung sowie digitale Arbeitswelt. Die Ausbildung qualifiziert für vielseitige kaufmännische Tätigkeiten in unterschiedlichsten Branchen und Betriebsgrößen.
[Ausbildungsrahmenplan Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement]
Kaufmann/Kauffrau für Marketingkommunikation
Die dreijährige duale Ausbildung zum Kaufmann/zur Kauffrau für Marketingkommunikation strukturiert sich um 12 Lernfelder, die typische Geschäftsprozesse in der Kommunikations- und Medienbranche abbilden.
Erstes Ausbildungsjahr vermittelt grundlegende Kompetenzen: Präsentation des Ausbildungsbetriebes, Erfassung und Auswertung von Werteströmen, Planung und Steuerung von Beschaffungsprozessen, Analyse und Bewertung von Märkten sowie Verständnis werbe- und medienrechtlicher Rahmenbedingungen. Zentral sind Kenntnisse über Unternehmensstrukturen, Kommunikationsregeln und informations- sowie Kommunikationssysteme.
Zweites Ausbildungsjahr fokussiert auf Marketingkonzepte und Kommunikation: Entwicklung und Präsentation von Marketingkonzepten, Analyse und Bewertung von Kommunikationsinstrumenten, Entwicklung integrierter Kommunikationskonzepte basierend auf Briefings, Mitarbeit bei der Mediaplanung sowie Vorbereitung und Kontrolle der Produktion von Kommunikationsmitteln.
Drittes Ausbildungsjahr vertieft spezielle Kompetenzen: Steuerung und Kontrolle betrieblicher Werteprozesse, Berücksichtigung gesamtwirtschaftlicher Einflüsse auf Kommunikationsunternehmen sowie eigenverantwortliche Projektbearbeitung. Durchgehend werden vermittelt: Kundenkommunikation, Projektorganisation und -management, Qualitätssicherung, Budget- und Kostenplanung sowie Fremdsprachenfähigkeiten (40 Stunden integriert). Die Ausbildung kombiniert klassische Marketingaufgaben mit modernen digitalen Kommunikationsmitteln und prägt Fachkräfte für vielseitige Tätigkeiten in Werbeagenturen, Medienunternehmen und Marketingabteilungen.
[Ausbildungsrahmenplan Kaufmann/Kauffrau für Marketingkommunikation]
Fachmann/frau für Restaurant & Veranstaltungsgastronomie
Die dreijährige duale Ausbildung zum Fachmann/zur Fachfrau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie wurde 2022 modernisiert und gliedert sich in Phasen vor und nach der Gestreckten Abschlussprüfung Teil 1.
Erste Phase (Monate 1–18) vermittelt Grundfertigkeiten für alle Gastronomieberufe: Umgang mit Gästen und Teammitgliedern, Annahme und Lagerung von Waren, grundlegende Küchenaufgaben, Wirtschaftsdienst, grundlegende Serviceaufgaben sowie Herrichten von Gasträumen. Schwerpunkte sind Betreuen und Beraten von Gästen sowie Verkauf von Speisen und Getränken.
Zweite Phase (Monate 19–36) fokussiert auf Spezialkompetenzen: Servieren an der Bar und Getränkeausschank, Servicearbeiten am Tisch mit klassischen Servierarten, Zubereitung spezieller Gerichte am Tisch (z.B. Tranchieren, Filetieren), Planung und Organisation von Veranstaltungen, Banketts und Tagungen. Zentral ist Personalplanung und Mitarbeiterleisung für Veranstaltungen.
Begleitend werden während der gesamten Ausbildung vermittelt: Arbeits- und Tarifrecht, Sicherheit und Gesundheit, Umweltschutz und Nachhaltigkeit, Hygienemaßnahmen sowie digitalisierte Arbeitswelt. Die Ausbildung qualifiziert für Tätigkeiten in Restaurants, Gasthöfen, Hotels, Catering und Veranstaltungswesen.
[Ausbildungsrahmenplan Fachmann/frau für Restaurant & Veranstaltungsgastronomie]
Koch/Köchin
Die dreijährige duale Ausbildung zum Koch/zur Köchin wurde 2022 novelliert und strukturiert sich in zwei Teile mit insgesamt 19 Berufsbildpositionen.
Teil 1 (erste 18 Monate) vermittelt grundlegende Fertigkeiten: Umgang mit Gästen und Teammates, Warenempfang und Lagerung, Vorbereitung von Arbeitsplätzen und Geräten, Grundtechniken in der Küche wie Schneiden und Garen, Zubereitung einfacher Speisen und pflanzlicher Nahrungsmittel, Herstellung von Suppen, Soßen und Eintöpfen sowie spezielle Hygiene in der Küche.
Teil 2 (19. bis 36. Monat) baut darauf auf mit vertieften Kompetenzen: Verarbeitung von Fleisch und Fisch, Herstellung von Teigen, Massen und Süßspeisen, nachhaltiger Einsatz von Ressourcen, Zusammenstellung und Kennzeichnung von Speisen, Warenflussverwaltung und Kostenkalkulation. Zentral sind die Planung und Zubereitung von kompletten Menüs unter Berücksichtigung von Saisonalität, regionalen Besonderheiten und Nachhaltigkeitsaspekten sowie Gästeberatung und Verkauf.
Übergreifende Qualifikationen wie Arbeits- und Tarifrecht, Sicherheit und Gesundheit, Umweltschutz sowie die Anleitung von Mitarbeitenden werden während der gesamten Ausbildung vermittelt. Prüfungen erfolgen gestreckt mit Teil 1 nach 18 Monaten und Teil 2 am Ende der Ausbildung.


